Wissen für Bau und Handwerk
Stundenverrechnungssatz berechnen: Formel und Werte 2026 für Bau und Handwerk
Die Bauleitung des Generalunternehmers braucht bis morgen einen Regiesatz für die Zusatzarbeiten am Kellerabgang. Im Büro liegt der Satz vom letzten Jahr. Seit April 2026 sind die Tariflöhne im Bauhauptgewerbe gestiegen, seit Juli gelten bei SOKA-BAU neue Beitragssätze. Ob der alte Satz noch trägt, zeigt nur die eigene Rechnung.
Kapitel 1
Wie berechne ich den Stundenverrechnungssatz?
Kurz beantwortet
Den Stundenverrechnungssatz berechnest du, indem du alle Jahreskosten, die über Arbeitsstunden hereinkommen müssen, durch die Stunden teilst, die deine produktiven Mitarbeiter beim Kunden tatsächlich abrechnen können, und auf diese Selbstkosten einen Zuschlag für Wagnis und Gewinn rechnest. Zu den Kosten gehören der Lohn mit allen Lohnzusatzkosten, die Lohnnebenkosten und die Gemeinkosten einschließlich Unternehmerlohn; für einen tarifgebundenen Spezialfacharbeiter im Bauhauptgewerbe ergibt das Rechenbeispiel auf dieser Seite für 2026 rund 80,87 Euro netto je Stunde. Der Satz ist ein Preis je abgerechneter Stunde und hat mit dem Stundenlohn des Mitarbeiters wenig zu tun.
80,87 €
Stundenverrechnungssatz netto im Rechenbeispiel: tarifgebundener Spezialfacharbeiter, Hochbaubetrieb in Nordrhein-Westfalen, 2026.
Eigene Rechnung mit offengelegten Annahmen, Kapitel 5. Tariflohn Quelle 6, Beitragssätze Quellen 7 bis 12.
Die Formel
Stundenverrechnungssatz netto = (Lohnkosten + Lohnnebenkosten + Gemeinkosten) ÷ verrechenbare Stunden, plus Zuschlag für Wagnis und Gewinn. Die Gemeinkosten schließen den kalkulatorischen Unternehmerlohn ein, also das Gehalt, das der Inhaber für seine eigene Arbeit im Büro ansetzt. In fünf Schritten:
- 01Verrechenbare Stunden je produktivem Mitarbeiter ermitteln: Arbeitstage abzüglich Feiertage, Urlaub, Krankheit und Ausfall, dann die Zeit abziehen, die keinem Kunden berechnet wird.
- 02Lohnkosten je Mitarbeiter im Jahr ermitteln: Bruttolohn für alle bezahlten Stunden plus Arbeitgeberbeiträge zu Sozialversicherung, Sozialkasse, Berufsgenossenschaft und Umlagen.
- 03Lohnnebenkosten dazunehmen, im Bau vor allem Auslösung, Fahrgeld und Wegezeit.
- 04Gemeinkosten des Jahres auf die verrechenbaren Stunden aller produktiven Mitarbeiter verteilen: Büro, Fahrzeuge, Versicherungen, Gehälter der Angestellten, Unternehmerlohn. Was über Materialaufschlag oder Gerätestunden hereinkommt, vorher abziehen.
- 05Auf die Selbstkosten je Stunde den Zuschlag für Wagnis und Gewinn rechnen. Das Ergebnis ist der Satz netto, bei Privatkunden kommen 19 Prozent Umsatzsteuer dazu.
So arbeiten auch die Kalkulationsblätter der Handwerkskammern. Das Blatt der Handwerkskammer Berlin zieht Erlöse aus Material und Maschinenstunden vorher ab und führt Inhaber, Facharbeiter, Aushilfe und Lehrling getrennt.
Im Bauhauptgewerbe: Mittellohn, Kalkulationslohn, Verrechnungslohn
Baubetriebe, die für öffentliche Auftraggeber anbieten, kennen denselben Weg aus dem Formblatt 221 des Vergabehandbuchs des Bundes. Ausgangspunkt ist der Mittellohn, der durchschnittliche Stundenlohn einer Kolonne. Mit den lohngebundenen Kosten und den Lohnnebenkosten wird daraus der Kalkulationslohn. Mit den Zuschlägen für Baustellengemeinkosten, Allgemeine Geschäftskosten sowie Wagnis und Gewinn entsteht der Verrechnungslohn.
Das Formblatt trennt dabei Gewinn, betriebsbezogenes und leistungsbezogenes Wagnis. Der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes rechnet seine Kalkulationsschemata nach eigener Angabe aus kartellrechtlichen Gründen nicht bis zum Ergebnis durch. Die Werte setzt jeder Betrieb selbst ein.
Kapitel 2
Was ist der Unterschied zwischen Stundenverrechnungssatz und Stundenlohn?
Kurz beantwortet
Der Stundenlohn ist das, was der Mitarbeiter je Stunde brutto bekommt. Der Stundenverrechnungssatz ist der Nettopreis, den der Betrieb je abgerechneter Stunde verlangen muss, damit Lohn, Lohnzusatzkosten, Gemeinkosten sowie Wagnis und Gewinn gedeckt sind. Im Beispiel der Handwerkskammer Region Stuttgart stehen 22 Euro Bruttostundenlohn einem Satz von 70,97 Euro netto gegenüber.
| Baustein je Stunde | Handwerkskammer Region Stuttgart | Handwerkskammer für Ostthüringen |
|---|---|---|
| Bruttostundenlohn | 22,00 € | 20,00 € |
| Lohnnebenkosten (im Kammerbeispiel alle Kosten, die am Lohn hängen) | 18,45 € | 16,77 € |
| Betriebliche Gemeinkosten | 26,97 € | 24,52 € |
| Gewinn | 3,55 € | 3,23 € |
| Stundenverrechnungssatz netto | 70,97 € | 64,52 € |
| Stundenverrechnungssatz brutto mit 19 % Umsatzsteuer | 84,45 € | 76,77 € |
Beide Kammerbeispiele sind für Endkunden geschrieben und nennen Lohnhöhen ohne Tarifbezug. Sie zeigen das Verhältnis: Der Satz liegt beim gut Dreifachen des Bruttostundenlohns.
Mindestlohn im Bau: was 2026 gilt
Im Bauhauptgewerbe gibt es keinen eigenen Branchenmindestlohn mehr. Der frühere Bau-Mindestlohn galt bis zum 31. Dezember 2021, seit dem 1. Januar 2022 gilt der gesetzliche Mindestlohn: 13,90 Euro ab dem 1. Januar 2026 und 14,60 Euro ab dem 1. Januar 2027.
Im Gerüstbauerhandwerk gilt ein eigener Branchenmindestlohn per Verordnung: 14,35 Euro ab dem 1. Januar 2026 und 14,90 Euro ab dem 1. Januar 2027. Er gilt für alle in Deutschland beschäftigten Arbeitnehmer der Branche.
Die 15,86 Euro, die manche Ratgeber als Bau-Mindestlohn nennen, sind der Tariflohn der Lohngruppe 1 ab dem 1. April 2026. Er gilt bei Tarifbindung, die Lohntabelle ist nicht allgemeinverbindlich.
Für den Stundenverrechnungssatz ist der Mindestlohn keine Rechengröße. Er ist die Untergrenze für den Lohn. Wer im Preisgespräch den Mindestlohn als Maßstab hört, rechnet mit dem eigenen Tariflohn und den eigenen Lohnzusatzkosten dagegen.
Kapitel 3
Wie viele Stunden kann ein Mitarbeiter im Jahr abrechnen?
Die verrechenbaren Stunden sind die empfindlichste Größe der ganzen Rechnung. Eine amtliche Erhebung dazu gibt es nicht, jeder Betrieb ermittelt sie aus den eigenen Stundenzetteln. 52 Wochen mal 40 Stunden ergeben 2.080 Stunden. Abrechnen lässt sich davon deutlich weniger, wie die Rechnung für einen gewerblichen Mitarbeiter im Bau 2026 zeigt:
| Position | Wert | Grundlage |
|---|---|---|
| Werktage Montag bis Freitag 2026 | 261 Tage | Kalender |
| abzüglich Feiertage auf Werktagen in Nordrhein-Westfalen | 8 Tage | Kalender |
| abzüglich Urlaub | 30 Tage | Bau-Tarif, SOKA-BAU |
| abzüglich Krankheit (6,5 % von 261 Tagen) | 17 Tage | Krankenstand Baugewerbe 2024 |
| abzüglich Schlechtwetter | 5 Tage | Annahme |
| abzüglich Schulung und Unterweisung | 3 Tage | Annahme |
| Anwesenheitstage | 198 Tage | Rechnung |
| Anwesenheitsstunden mit 8 Stunden je Tag | 1.584 Stunden | 40 Stunden im Jahresdurchschnitt, Bau-Tarif |
| abzüglich 12 % nicht verrechenbar: Rüsten, Bauhof, Fahrten, Warten, Nacharbeit | 190 Stunden | Annahme |
| Verrechenbare Stunden | 1.394 Stunden | Rechnung |
1.394
verrechenbare Stunden je gewerblichem Mitarbeiter und Jahr im Rechenbeispiel. Das sind 67 Prozent der rechnerischen 2.080 Stunden.
Eigene Rechnung, Annahmen gekennzeichnet. Urlaub Quelle 9, Krankenstand Quelle 13.
Zum Vergleich: Die Checkliste des Bundeswirtschaftsministeriums für Gründer setzt pauschal 85 Prozent der Arbeitsstunden als abrechenbar an und nennt das eine gute Auftragslage. Das Rechenschema der Handwerkskammer Ostmecklenburg-Vorpommern kommt in seinem Beispiel auf 1.712 Anwesenheitsstunden und 1.455 verrechenbare Stunden je Geselle, bei rund 15 Prozent nicht verrechenbarer Zeit.
Der Krankenstand im Baugewerbe lag 2024 bei 6,5 Prozent, gemessen an den AOK-Mitgliedern. 47,1 Prozent der Fehltage entfielen auf Krankheitsfälle über sechs Wochen. Im Rechenbeispiel zahlt der Betrieb deshalb Entgeltfortzahlung für 12 der 17 Krankheitstage, für den Rest zahlt die Krankenkasse Krankengeld.
Wie stark die Stunden den Satz bewegen
| Nicht verrechenbarer Anteil | Verrechenbare Stunden | Satz netto |
|---|---|---|
| 8 % | 1.457 | 77,38 € |
| 12 % (Rechenbeispiel) | 1.394 | 80,87 € |
| 16 % | 1.331 | 84,70 € |
| 20 % | 1.267 | 88,98 € |
| 100 Stunden weniger als im Beispiel | 1.294 | 87,12 € |
100 verrechenbare Stunden weniger je Mitarbeiter heben den nötigen Satz im Beispiel um 6,25 Euro. Bleibt der Satz unverändert, fehlen dem Beispielbetrieb mit 28 gewerblichen Mitarbeitern rund 226.000 Euro Umsatz im Jahr: 100 Stunden mal 28 Mitarbeiter mal 80,87 Euro.
Kapitel 4
Welche Lohnzusatzkosten hat ein Baubetrieb 2026?
Lohnzusatzkosten sind alle Kosten, die ein Betrieb über den Lohn für geleistete Stunden hinaus trägt: Arbeitgeberbeiträge, Sozialkasse, Berufsgenossenschaft, Umlagen und bezahlte Zeit ohne Arbeit, etwa Feiertage, Urlaub und Krankheit. Im Bauhauptgewerbe kommen die Sozialkasse SOKA-BAU und die Winterbeschäftigungs-Umlage dazu. Die Sätze für 2026:
| Baustein | Satz 2026 | Grundlage |
|---|---|---|
| Sozialversicherung, Arbeitgeberanteil: Rente 9,3 %, Kranken 7,3 % plus halber Zusatzbeitrag (im Durchschnitt 1,45 %), Pflege 1,8 %, Arbeitslosen 1,3 % | 21,15 % des Bruttolohns | Beitragssätze 2026; Pflege in Sachsen 1,3 % |
| Umlage U2 (Mutterschaft); U1 nur bei bis 30 Arbeitnehmern | kassenindividuell, Beispiel U2 0,44 % | Satzung der Krankenkasse |
| Insolvenzgeldumlage | 0,15 % | § 360 SGB III |
| SOKA-BAU, gewerbliche Arbeitnehmer: Urlaub 14,7 %, Berufsbildung 1,9 %, Zusatzversorgung 3,2 % | West 19,8 %, Ost 18,3 % der Bruttolohnsumme ohne 13. Monatseinkommen, seit 01.07.2026 | Tarifverträge VTV und TZA Bau; Allgemeinverbindlichkeit beantragt, Stand 21.10.2026 |
| Winterbeschäftigungs-Umlage | 1,0 % in 2026 und 2027, davon Arbeitgeber 0,6 % | Winterbeschäftigungs-Verordnung |
| BG BAU, Bauwerksbau (Gefahrklasse 11,84) | rund 5,1 % der Lohnsumme | Beitragsfüße Umlagejahr 2025, eigene Rechnung |
| Urlaub | 30 Arbeitstage; Urlaubsvergütung 14,25 % des Bruttolohns, der Betrieb zahlt, SOKA-BAU erstattet | Bau-Tarif, SOKA-BAU |
| 13. Monatseinkommen, Tarifgebiet West | 123 Gesamttarifstundenlöhne, mindestens 780 € | Tarifvertrag, nach Fachportal |
| Bezahlte Feiertage und Krankheitstage | nach Kalender und Krankenstand | Entgeltfortzahlung |
In Bayern läuft das Urlaubsverfahren über die Urlaubskasse des Bayerischen Baugewerbes, in Berlin gelten bei SOKA-BAU eigene, höhere Sätze. Die neuen SOKA-BAU-Sätze gelten seit dem 1. Juli 2026 nach den Tarifverträgen. Die Allgemeinverbindlichkeit war beim Bundesarbeitsministerium beantragt, eine Bekanntmachung lag am 21. Oktober 2026 nicht vor.
81,7 %
Lohnzusatzkosten auf den Tariflohn im Rechenbeispiel: 47,34 Euro Lohnkosten je Anwesenheitsstunde bei 26,05 Euro Gesamttarifstundenlohn.
Eigene Rechnung, Kapitel 5. Sätze Quellen 7 bis 12, 13. Monatseinkommen Quelle 25.
Der Wert gilt für diesen Beispielbetrieb. Krankenkasse, Region, Tarifbindung, Krankenstand und Ausfalltage verschieben ihn. Ein pauschaler Prozentsatz aus einer Vorlage lässt sich einmal im Jahr mit den Zahlen der eigenen Lohnbuchhaltung nachrechnen.
Kapitel 5
Wie sieht ein Rechenbeispiel für einen Baubetrieb aus?
Das folgende Beispiel ist eine Annahme, kein Kundenfall. Es zeigt einen tarifgebundenen Hochbaubetrieb in Nordrhein-Westfalen mit 28 gewerblichen und 5 angestellten Mitarbeitern plus Inhaber. Betrachtet wird ein Spezialfacharbeiter der Lohngruppe 4 mit 26,05 Euro Gesamttarifstundenlohn ab dem 1. April 2026 (24,60 Euro plus 5,9 Prozent Bauzuschlag).
Vereinfacht gilt dieser Lohn das ganze Jahr. Die Krankenkasse erhebt den durchschnittlichen Zusatzbeitrag, die Umlage U1 entfällt, weil der Betrieb mehr als 30 Arbeitnehmer hat.
Lohnkosten des Betriebs im Jahr
| Position | Rechnung | Euro im Jahr |
|---|---|---|
| Bezahlte Stunden | 1.584 Anwesenheit + 64 Feiertage + 96 Entgeltfortzahlung + 24 Schulung = 1.768 Stunden | |
| Bruttolohn | 1.768 × 26,05 € | 46.056 |
| Urlaubsvergütung | 14,25 % | 6.563 |
| 13. Monatseinkommen | 123 × 26,05 € | 3.204 |
| Lohnsumme | 55.824 | |
| Sozialversicherung | 21,15 % | 11.807 |
| U2 und Insolvenzgeldumlage | 0,44 % und 0,15 % | 329 |
| SOKA-BAU | 19,8 % ohne 13. Monatseinkommen | 10.419 |
| Winterbeschäftigungs-Umlage | 0,6 % ohne 13. Monatseinkommen | 316 |
| BG BAU | rund 5,11 % | 2.853 |
| Erstattung der Urlaubsvergütung durch SOKA-BAU | minus 6.563 | |
| Lohnkosten des Betriebs | 74.985 |
Rechentabelle: Satz je verrechenbarer Stunde
Mit dieser Tabelle lässt sich der Satz mit den eigenen Zahlen nachrechnen. Jede Zeile nennt die Formel und den Wert im Beispiel.
| Schritt | Formel | Beispiel |
|---|---|---|
| Anwesenheitsstunden A | Anwesenheitstage × Stunden je Tag | 198 × 8 = 1.584 |
| Verrechenbare Stunden V | A × Anteil verrechenbar | 1.584 × 0,88 = 1.394 |
| Lohnkosten je Stunde | Lohnkosten im Jahr ÷ V | 74.985 € ÷ 1.394 = 53,79 € |
| Lohnnebenkosten je Stunde | Stundenlohn × Satz × A ÷ V | 26,05 € × 15 % × 1.584 ÷ 1.394 = 4,44 € |
| Gemeinkosten je Stunde | Gemeinkosten ÷ (produktive Mitarbeiter × V) | 650.000 € ÷ (28 × 1.394) = 16,65 € |
| Selbstkosten je Stunde | Summe der drei Zeilen davor | 74,88 € |
| Wagnis und Gewinn | Selbstkosten × Zuschlag | 74,88 € × 8 % = 5,99 € |
| Stundenverrechnungssatz netto | Selbstkosten + Wagnis und Gewinn | 80,87 € |
| Stundenverrechnungssatz brutto | netto × 1,19 | 96,24 € |
Die 15 Prozent Lohnnebenkosten für Auslösung, Fahrgeld und Wegezeit und die 650.000 Euro Gemeinkosten einschließlich 120.000 Euro kalkulatorischem Unternehmerlohn sind Annahmen. Wagnis und Gewinn sind mit 8 Prozent angesetzt. In den Kammerbeispielen aus Stuttgart und Ostthüringen macht der Gewinn rund 5 Prozent des Netto-Satzes aus, die Checkliste des Bundeswirtschaftsministeriums nennt 10 Prozent als häufige Praxis.
Für eine Kolonne aus einem Vorarbeiter, zwei Spezialfacharbeitern, einem Facharbeiter und einem Fachwerker ergibt sich aus den Tariflöhnen 2026 ein Mittellohn von 24,42 Euro. Mit sonst gleichen Annahmen liegt der Satz dann bei rund 76,93 Euro netto.
Typische Fehler
- Durch 2.080 Stunden teilen. Im Beispiel sind nur 1.394 Stunden abrechenbar, der Satz fällt so um rund ein Drittel zu niedrig aus.
- Lohn mal zwei rechnen. Der doppelte Ecklohn ergibt 52,10 Euro und deckt im Beispiel nicht einmal die Lohnkosten je verrechenbarer Stunde von 53,79 Euro.
- Den Unternehmerlohn vergessen. Arbeitet der Inhaber im Büro, gehört sein kalkulatorischer Lohn in die Gemeinkosten.
- Den Satz nicht nachziehen. Seit dem 1. April 2026 liegen die Tariflöhne im Bauhauptgewerbe im Westen um 3,9 Prozent höher als im Vorjahr.
- Mit Werten einer anderen Branche rechnen. Ein Gerüstbaubetrieb mit Bau-Vorlage setzt Sozialkasse und Winterumlage zu niedrig an, mehr dazu in Kapitel 7.
Merksatz
Der doppelte Tariflohn deckt im Beispiel nicht einmal die Lohnkosten je verrechenbarer Stunde. Der Satz entsteht aus deinen Kosten und deinen Stunden.
Kapitel 6
Was kostet eine Handwerkerstunde im Durchschnitt?
Kurz beantwortet
Eine amtliche Statistik zu Stundenverrechnungssätzen gibt es nicht, auch dem Zentralverband des Deutschen Handwerks liegen nach eigener Auskunft keine statistischen Zahlen vor. Die Handwerkskammer für Ostthüringen nennt durchschnittlich 60 bis 80 Euro je Handwerkerstunde. Der Preisatlas Handwerk 2026, eine nicht repräsentative Umfrage unter gut 570 Betrieben, kommt auf rund 64 Euro je Gesellen- und rund 73 Euro je Meisterstunde. Für den eigenen Preis zählt die eigene Kalkulation.
| Quelle | Wert | Einordnung |
|---|---|---|
| Handwerkskammer für Ostthüringen, Flyer, Stand 01/2025 | 60 bis 80 € je Handwerkerstunde | Kammeraussage ohne Angabe der Methode |
| Handwerkskammer für Ostthüringen, Beispiel | 64,52 € netto | Rechenbeispiel, Geselle |
| Handwerkskammer Region Stuttgart, Beispiel | 70,97 € netto | Rechenbeispiel, Stand 16.03.2026 |
| Preisatlas Handwerk 2026 | Geselle rund 64 €, Meister rund 73 € | Umfrage, nicht repräsentativ; netto oder brutto nicht angegeben |
| Rechenbeispiel dieser Seite | 80,87 € netto | Annahme, tarifgebundener Baubetrieb |
Durchschnittswerte mischen Gewerke, Regionen und Betriebsgrößen. Ein tarifgebundener Baubetrieb mit SOKA-BAU, Winterbeschäftigungs-Umlage und BG BAU hat eine andere Kostenstruktur als ein Ausbaubetrieb ohne Tarifbindung. Im Rechenbeispiel liegen schon die Selbstkosten mit 74,88 Euro je Stunde über dem Preisatlas-Wert für Gesellen.
Die Preise am Bau steigen weiter. Die Baupreise für konventionell gebaute Wohngebäude lagen im August 2026 um 5,5 Prozent über dem Vorjahr, im Rohbau um 5,4 Prozent. Im zweiten Quartal 2026 meldeten 36 Prozent der befragten Betriebe im Bauhauptgewerbe gestiegene Verkaufspreise, 39 Prozent erwarteten steigende.
Kapitel 7
Was ist im Gerüstbau anders?
Gerüstbaubetriebe haben eine eigene Sozialkasse, einen eigenen Tarif und einen eigenen Mindestlohn. Wer mit einer Vorlage aus dem Bauhauptgewerbe rechnet, setzt mehrere Werte zu niedrig an.
| Baustein | Gerüstbauerhandwerk | Bauhauptgewerbe, West |
|---|---|---|
| Mindestlohn 2026 | 14,35 € Branchenmindestlohn (2027: 14,90 €) | 13,90 € gesetzlicher Mindestlohn (2027: 14,60 €) |
| Tariflohn Facharbeiter | 20,10 € ab 01.10.2026 | 23,97 € Lohngruppe 3 ab 01.04.2026 |
| Sozialkasse | SOKA Gerüstbau: 24,1 % der Bruttolohnsumme der gewerblichen Arbeitnehmer | SOKA-BAU: 19,8 % |
| Winterbeschäftigungs-Umlage | 1,9 %, allein beim Arbeitgeber | 1,0 %, davon Arbeitgeber 0,6 % |
| Regelarbeitszeit je Woche | 39 Stunden, im Sommer 40 | 40 Stunden im Jahresdurchschnitt |
Sozialkasse und Winterbeschäftigungs-Umlage liegen für den Arbeitgeber zusammen um 5,6 Prozentpunkte über den Bau-Werten: 24,1 plus 1,9 Prozent gegenüber 19,8 plus 0,6 Prozent. Ein Gerüstbauer, der eine Bau-Vorlage übernimmt, rechnet seinen Satz damit systematisch zu niedrig.
Dazu kommt das Sommerausfallgeld: Kann zwischen dem 1. Mai und dem 31. August wegen Hitze, Starkregen oder Sturm nicht gearbeitet werden, bekommen die Beschäftigten 75 Prozent des Stundenlohns, höchstens für 50 Stunden. Diese Stunden sind bezahlt und nicht verrechenbar.
Vom Stundensatz zum Preis je Quadratmeter
Gerüstbau wird meist je Quadratmeter angeboten. Der Lohnanteil je Quadratmeter ergibt sich aus dem Stundenverrechnungssatz geteilt durch die Montageleistung der Kolonne in Quadratmetern je Stunde. Die Montageleistung kommt aus der eigenen Nachkalkulation und hängt an Gerüstsystem, Fassade und Zugänglichkeit.
Mehr zu Kennzahlen und Kalkulation im Gerüstbau steht auf der Seite für Gerüstbaubetriebe und in der Fortbildung zum Controlling im Gerüstbau.
Kapitel 8
Wann werden Stundenlohnarbeiten nach VOB/B bezahlt?
Ist die VOB/B im Bauvertrag vereinbart, werden Stundenlohnarbeiten nur vergütet, wenn sie vor ihrem Beginn ausdrücklich als solche vereinbart wurden. So steht es in § 2 Absatz 10 VOB/B, die Einzelheiten regelt § 15. Zusatzarbeiten auf Zuruf der Bauleitung sind deshalb die häufigste Lücke.
| Regel | Was gilt | Fundstelle |
|---|---|---|
| Vereinbarung | Vergütung nur, wenn die Stundenlohnarbeiten vor Beginn ausdrücklich vereinbart wurden | § 2 Abs. 10 VOB/B |
| Anzeige | Den Beginn der Arbeiten vorher dem Auftraggeber anzeigen | § 15 Abs. 3 VOB/B |
| Stundenzettel | Je nach Verkehrssitte werktäglich oder wöchentlich einreichen | § 15 Abs. 3 VOB/B |
| Rückgabe | Der Auftraggeber gibt die bescheinigten Stundenzettel spätestens 6 Werktage nach Zugang zurück, sonst gelten sie als anerkannt | § 15 Abs. 3 VOB/B |
| Preis | Ohne Preisvereinbarung gilt die ortsübliche Vergütung, ersatzweise Kosten plus angemessene Zuschläge | § 15 Abs. 1 VOB/B |
Für die Praxis heißt das: Der Regiesatz steht vor der ersten Stunde schriftlich fest, und die Stundenzettel gehen zeitnah an die Bauleitung. Ob im Streitfall andere Ansprüche greifen, ist eine Frage für den Einzelfall. Diese Seite ersetzt keine Einzelfallberatung durch Anwalt, Steuerbüro oder Lohnbüro.
Auch Stundenlohnrechnungen an Unternehmen gehen ab 2027 als E-Rechnung hinaus, wenn der Betrieb 2026 mehr als 800.000 Euro umgesetzt hat. Die Einzelheiten stehen auf der Seite E-Rechnung im Bau- und Handwerksbetrieb.
Kapitel 9
Was habe ich davon, außer Mehrarbeit?
Für den Inhaber ist der Stundenverrechnungssatz eine Preisfrage. Für Bauleiter, Poliere und Büro entscheidet er, wie oft sie Preise erklären, Stunden nachweisen und Zusatzarbeiten nachverhandeln müssen. Die Zahl, an der alles hängt, entsteht auf der Baustelle: die verrechenbaren Stunden.
| Rolle | Belastung im heutigen Ablauf | Nutzen mit hergeleitetem Satz |
|---|---|---|
| Inhaber | Preise nach Gefühl oder Vorjahr, Preisgespräche mit dem Generalunternehmer ohne Zahlen | Satz mit Herleitung, Kostentreiber mit Quelle und Datum |
| Bauleiter | Regiesatz auf Zuruf, Stundenlohnarbeiten ohne Vereinbarung | Fester Regiesatz, Vereinbarung vor Beginn, Stundenzettel im Takt der VOB/B |
| Polier und Kolonnenführer | Stundenzettel am Wochenende aus dem Gedächtnis, Rüst- und Wartezeit unsichtbar | Zeiten je Auftrag tagesgenau, nicht verrechenbare Zeit sichtbar |
| Büro und Kalkulation | Werte aus alten Vorlagen, Tarif- und Beitragsänderungen fallen spät auf | Feste Termine zum Nachrechnen: Tarifstufe, SOKA-BAU-Sätze, Sozialversicherung zum Jahreswechsel |
| Lohnbüro | Nachfragen zu Stunden und Zuordnung | Stunden kommen vollständig und je Auftrag |
Ob der Satz trägt, zeigt die Nachkalkulation: geplante gegen tatsächlich gebuchte Stunden je Auftrag. Wie Zeiterfassung und Nachkalkulation im Betrieb zusammenkommen, beschreibt die Seite Software im Handwerksbetrieb einführen.
Kapitel 10
Häufige Fragen
Grundlagen
Was ist der Stundenverrechnungssatz?
Der Stundenverrechnungssatz ist der Nettopreis, den ein Betrieb je abgerechneter Arbeitsstunde verlangen muss, damit Lohn, Lohnzusatzkosten, Gemeinkosten sowie Wagnis und Gewinn gedeckt sind. Er ist nicht der Stundenlohn: Im Beispiel der Handwerkskammer Region Stuttgart stehen 22 Euro Bruttostundenlohn einem Satz von 70,97 Euro netto gegenüber.
Wie berechne ich den Stundenverrechnungssatz?
Teile alle Jahreskosten, die über Arbeitsstunden hereinkommen müssen, durch die verrechenbaren Stunden aller produktiven Mitarbeiter und schlag Wagnis und Gewinn auf. Zu den Kosten gehören Lohn mit Lohnzusatzkosten, Lohnnebenkosten und Gemeinkosten einschließlich Unternehmerlohn. Was über Materialaufschlag oder Gerätestunden hereinkommt, ziehst du vorher ab.
Wie viele Stunden kann ein Mitarbeiter im Jahr abrechnen?
Das ermittelt jeder Betrieb aus den eigenen Zahlen, eine amtliche Erhebung gibt es nicht. Im Rechenbeispiel für einen Baubetrieb 2026 bleiben nach Feiertagen, 30 Urlaubstagen, Krankheit, Ausfall und 12 Prozent nicht verrechenbarer Zeit rund 1.394 Stunden. Die Checkliste des Bundeswirtschaftsministeriums setzt pauschal 85 Prozent der Arbeitsstunden als abrechenbar an.
Wie viel Wagnis und Gewinn setze ich an?
Das entscheidet jeder Betrieb selbst. Das Formblatt 221 der öffentlichen Auftraggeber trennt Gewinn, betriebsbezogenes und leistungsbezogenes Wagnis. In den Kammerbeispielen aus Stuttgart und Ostthüringen macht der Gewinn rund 5 Prozent des Netto-Satzes aus, die Checkliste des Bundeswirtschaftsministeriums nennt 10 Prozent als häufige Praxis.
Bau und Tarif
Gibt es 2026 einen Mindestlohn im Bau?
Im Bauhauptgewerbe gibt es seit dem 1. Januar 2022 keinen Branchenmindestlohn mehr, es gilt der gesetzliche Mindestlohn von 13,90 Euro, ab 2027 von 14,60 Euro. Im Gerüstbauerhandwerk gilt ein Branchenmindestlohn von 14,35 Euro, ab 2027 von 14,90 Euro. Der Mindestlohn ist eine Lohnuntergrenze und kein Maßstab für den Stundenverrechnungssatz.
Was gehört zu den Lohnzusatzkosten im Bau?
Die Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung (2026 zusammen 21,15 Prozent), SOKA-BAU (19,8 Prozent im Tarifgebiet West seit 1. Juli 2026), BG BAU (im Bauwerksbau rund 5 Prozent), die Winterbeschäftigungs-Umlage (0,6 Prozent Arbeitgeberanteil), Insolvenzgeldumlage und U2, dazu bezahlte Feiertage, Krankheitstage und das 13. Monatseinkommen. Im Rechenbeispiel dieser Seite ergeben sie 81,7 Prozent auf den Tariflohn.
Was ist der Unterschied zwischen Mittellohn, Kalkulationslohn und Verrechnungslohn?
Der Mittellohn ist der durchschnittliche Stundenlohn einer Kolonne. Mit lohngebundenen Kosten und Lohnnebenkosten wird er zum Kalkulationslohn, mit den Zuschlägen für Baustellengemeinkosten, Allgemeine Geschäftskosten sowie Wagnis und Gewinn zum Verrechnungslohn. So ist das Formblatt 221 der öffentlichen Auftraggeber aufgebaut.
Wie rechne ich Auszubildende und den Meister im Büro ein?
Auszubildende und Aushilfen zählen nur anteilig zu den verrechenbaren Stunden. Wer nicht produktiv auf der Baustelle arbeitet, etwa der Meister in der Kalkulation oder der Inhaber im Büro, gehört mit Gehalt oder kalkulatorischem Unternehmerlohn in die Gemeinkosten.
Markt und Praxis
Was kostet eine Handwerkerstunde im Durchschnitt?
Amtliche Zahlen gibt es nicht. Die Handwerkskammer für Ostthüringen nennt 60 bis 80 Euro, der Preisatlas Handwerk 2026, eine nicht repräsentative Umfrage, rund 64 Euro je Gesellen- und rund 73 Euro je Meisterstunde. Für den eigenen Preis zählt die eigene Kalkulation.
Darf ich Fahrzeiten berechnen?
Ja, wenn es vereinbart ist. Entweder stecken Fahrten als nicht verrechenbare Zeit im Satz, der dann höher ausfällt, oder sie werden als Anfahrt gesondert berechnet. Bei Stundenlohnarbeiten nach VOB/B gehört die Abrechnungsart vor Beginn in die Vereinbarung.
Wann werden Stundenlohnarbeiten am Bau bezahlt?
Nach VOB/B nur, wenn sie vor Beginn ausdrücklich als Stundenlohnarbeiten vereinbart wurden. Den Beginn zeigst du an, die Stundenzettel reichst du werktäglich oder wöchentlich ein. Gibt der Auftraggeber sie nicht innerhalb von 6 Werktagen zurück, gelten sie als anerkannt. Ohne Preisvereinbarung gilt die ortsübliche Vergütung.
Über diese Seite
Wer schreibt hier?
Zelic Consulting ist eine Management-Beratung ausschließlich für die Bau- und Handwerksbranche im DACH-Raum. Im Netzwerk arbeiten über 30 Fachberater mit 100 Prozent Branchenfokus. Zelic Consulting ist Mitglied im bbi und dort als Top-Dienstleister im Bereich Recht und Beratung gelistet, VDBUM-Fördermitglied seit April 2026, veröffentlicht beim Fachverlag LECTURA und produziert den Podcast „Erfolgsbausteine“.
Quellen
- Handwerkskammer Region Stuttgart: Was kostet eine Handwerkerstunde? Stand 16.03.2026. Abrufdatum: 21.10.2026
- Handwerkskammer für Ostthüringen: Wie viel kostet eine Handwerkerstunde? Flyer, Stand 01/2025. Abrufdatum: 21.10.2026
- Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Existenzgründungsportal: Checkliste Berechnung des Stundenverrechnungssatzes. Abrufdatum: 21.10.2026
- Handwerkskammer Berlin: Kalkulationsblatt Stundenverrechnungssatz (Excel). Abrufdatum: 21.10.2026
- Vergabe- und Vertragshandbuch für die Baumaßnahmen des Bundes: Formblatt 221, Preisermittlung bei Zuschlagskalkulation, Ausgabe 2017. Abrufdatum: 21.10.2026
- Senatsverwaltung Berlin: Tarifbroschüre Bauhauptgewerbe ab 01.04.2026, Lohngruppen, Arbeitszeit. Abrufdatum: 18.10.2026
- Techniker Krankenkasse: Beitragssätze in der Sozialversicherung 2026, Stand 06.01.2026. Abrufdatum: 21.10.2026
- Bundesministerium der Justiz: §§ 341 und 360 Drittes Buch Sozialgesetzbuch. Abrufdatum: 21.10.2026
- SOKA-BAU: Urlaub und Urlaubsvergütung, Bruttolohn, Erstattung. Abrufdatum: 21.10.2026
- SOKA-BAU: Änderungen der Beitragssätze zum 01.07.2026, Meldung vom 29.06.2026, und Seite Beiträge. Abrufdatum: 21.10.2026
- Bundesministerium der Justiz: §§ 3 und 3a Winterbeschäftigungs-Verordnung. Abrufdatum: 21.10.2026
- BG BAU: 4. Gefahrtarif ab 01.01.2024 und Erläuterungen zum Beitragsbescheid 2025, April 2026. Abrufdatum: 18.10.2026
- Wissenschaftliches Institut der AOK: Fehlzeiten-Report 2025, Krankheitsbedingte Fehlzeiten 2024. Abrufdatum: 21.10.2026
- SOKA-BAU: Mindestlohn. Abrufdatum: 21.10.2026
- Fünfte Mindestlohnanpassungsverordnung, BGBl. 2025 I Nr. 268 vom 07.11.2025. Abrufdatum: 21.10.2026
- Bundesministerium für Arbeit und Soziales: Neunte Verordnung über zwingende Arbeitsbedingungen im Gerüstbauerhandwerk. Abrufdatum: 21.10.2026
- Sozialkasse des Gerüstbaugewerbes: Beitrag. Abrufdatum: 21.10.2026
- IG BAU: Tarifabschluss Gerüstbau, Pressemitteilung vom 30.10.2025. Abrufdatum: 21.10.2026
- VOB Teil B, Ausgabe 2016, nichtamtliche Fassung: § 2 Absatz 10 und § 15. Abrufdatum: 21.10.2026
- handwerk.com: Preisatlas Handwerk 2026, Stundensätze, 07.05.2026. Abrufdatum: 21.10.2026
- Statistisches Bundesamt: Pressemitteilung Nr. 360 vom 09.10.2026, Baupreise für Wohngebäude. Abrufdatum: 21.10.2026
- Zentralverband des Deutschen Handwerks: Konjunkturbericht 2. Quartal 2026. Abrufdatum: 18.10.2026
- Zentralverband des Deutschen Baugewerbes: Leitfaden lohnbasierte Kalkulationsansätze, 3. Auflage 2018, Leseprobe. Abrufdatum: 21.10.2026
- Handwerkskammer Ostmecklenburg-Vorpommern: Ermittlung des Stundenverrechnungssatzes, 2019. Abrufdatum: 21.10.2026
- bauprofessor.de: 13. Monatseinkommen im Baugewerbe, 08.12.2023. Abrufdatum: 21.10.2026
- Hauptverband der Deutschen Bauindustrie und Zentralverband des Deutschen Baugewerbes: Tarifabschluss, Pressemitteilung vom 14.06.2024. Abrufdatum: 21.10.2026
Unsicherheiten und Annahmen
- Die SOKA-BAU-Sätze ab 01.07.2026 gelten nach den Tarifverträgen. Die Allgemeinverbindlichkeit war am 21.10.2026 laut SOKA-BAU beim Bundesarbeitsministerium beantragt, eine Bekanntmachung lag nicht vor.
- Der BG-BAU-Satz von rund 5,1 Prozent ist eine eigene Rechnung aus Gefahrklasse und Beitragsfüßen des Umlagejahres 2025. Die Werte für 2026 veröffentlicht die BG BAU erst 2027.
- Das 13. Monatseinkommen ist nach einem Fachportal mit Stand 2023 wiedergegeben, den Tarifvertrag selbst haben wir nicht eingesehen. Den Wert für das Tarifgebiet Ost nach der Lohnangleichung nennen wir deshalb nicht.
- Der Krankenstand von 6,5 Prozent stammt aus den Daten der AOK-Mitglieder im Baugewerbe für 2024.
- Der Preisatlas Handwerk 2026 ist eine nicht repräsentative Umfrage. Ob die Werte netto oder brutto sind, ist nicht angegeben; die Teilnehmerzahl wird mit 573 und 575 Betrieben genannt.
- Annahmen im Rechenbeispiel: 5 Tage Schlechtwetter, 3 Tage Schulung, 12 Prozent nicht verrechenbare Zeit, 15 Prozent Lohnnebenkosten, 650.000 Euro Gemeinkosten, 8 Prozent Wagnis und Gewinn, Lohn ab April für das ganze Jahr.
- Die Winterbeschäftigungs-Umlage von 1,0 Prozent ist für 2026 und 2027 festgelegt. Für 2028 fehlt eine Verordnung.
- Die Regeln zu Stundenlohnarbeiten gelten nur, wenn die VOB/B vereinbart ist. Diese Seite ersetzt keine Einzelfallberatung. Stand der Angaben ist der 21.10.2026.
Nächster Schritt
Zelic Consulting begleitet Bau- und Handwerksbetriebe dabei, Kalkulation, Zeiterfassung und Nachkalkulation so aufzusetzen, dass der Stundenverrechnungssatz aus den eigenen Zahlen entsteht. Der passende Einstieg ist die kostenlose Unternehmer-Analyse.
